Die Macht der Menschen – Andrea O'Donnell
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Die Macht der Menschen – Andrea O'Donnell

11 Oktober 2020

Andrea O'Donnell, seit 2016 bei Deckers Brands als Leiterin des Bereichs UGG® & Koolaburra by UGG® tätig, erläutert uns, was Sie über die Verpflichtung ihres Unternehmens gegenüber den Menschen und dem Planeten denkt.

Machen sich die Leute falsche Vorstellungen darüber, wie viel Nachhaltigkeit in der Modebranche überhaupt möglich ist?

Ein großer Irrglaube ist, dass die Modebranche nicht den Einfluss oder die Fähigkeit hätte, reale, weltweite Veränderungen herbeizuführen. Außerdem sind manche der Auffassung, dass führende Marken schlecht seien. Marken mit hohem Bekanntheitsgrad befinden sich tatsächlich in einer unglaublich wichtigen Position: Sie haben Zugang zu den für Investitionen in Innovationen nötigen Ressourcen, die nachhaltigere Lösungen auch für kleinere Unternehmen erreichbar machen.

Welche Maßnahmen sind bei Marken am wichtigsten, um den Betrieb nachhaltiger zu gestalten?

Die Marken müssen auf die Menschen innerhalb der Lieferketten achten, und auf deren Gemeinschaften. Außerdem müssen sie die negativen Auswirkungen auf die Umwelt minimieren, damit wir gemeinsam unseren Planeten für künftige Generationen erhalten können. Bei UGG suchen wir unermüdlich nach Methoden zur Herstellung möglichst langlebiger Produkte. Gleichzeitig bemühen wir uns ständig um eine umwelt- und sozialbewusste Lieferkette. Mit der Lancierung von „FEEL GOOD“ erreichen wir die nächste Etappe unserer Bemühungen um die breite Bewusstmachung des Ausmaßes der von Menschen verursachten Auswirkungen auf unseren Planeten und zu informieren. Wir können den notwendigen Wandel nur erreichen, indem wir alle zusammenarbeiten und eine positive kollektive Zukunft modellieren, in der unser Planet oberste Priorität hat.

Welche Schritte unternimmt UGG zur Gewährleistung einer nachhaltigen Zukunft?

Wir arbeiten an immer spannenderen Innovationen für den Design und die Materialien, um das Abfallaufkommen zu reduzieren und die Auswirkungen unserer Tätigkeit auf die Umwelt zu minimieren. Wir kooperieren mit fachkundigen Partnern zur Umsetzung von Initiativen, durch die wir die Ökosysteme, in denen wir arbeiten, durch regenerative Landwirtschaft schützen wollen. Hierbei möchte ich unsere Zusammenarbeit mit dem Savory Institute besonders hervorheben. Das Savory Institute arbeitet im Rahmen seines „Land to Market“-Programms mit Landwirten zusammen, um das Land, auf dem wir leben, zu schützen und zu regenerieren, und dadurch wiederum positive Auswirkungen auf unseren Planeten und dessen Bewohner zu erzielen. Darüber hinaus arbeiten wir zusammen mit weiteren kompetenten Partnern an wissenschaftlich gestützten Zielen zur Senkung unserer Treibhausgasemissionen. Diese Ziele orientieren sich an denen des Pariser Umweltabkommens – der Begrenzung der globalen Erwärmung auf weniger als 2 °C über dem vorindustriellen Niveau sowie der Eindämmung der Erwärmung auf 1,5 °C.

Inwiefern waren die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung dabei hilfreich?

Wir sind der Global Compact-Initiative der Vereinten Nationen im Jahr 2016 beigetreten. Die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung bieten uns ein Konzept für eine nachhaltigere Zukunft. Es ist beeindruckend, wie viele Marken und Branchen sich bereits zur Ergreifung entsprechender Maßnahmen verpflichtet haben – bereits über 9500 Unternehmen. Von entscheidender Bedeutung ist dabei eine branchenübergreifende Kooperation und kollektives Handeln. Marken und Sektoren arbeiten heutzutage nicht länger voneinander isoliert, da sie den Wert gemeinsam genutzter Ressourcen und Kompetenzen erkannt haben. Mit unserem Beitritt zur Global Compact-Initiative demonstrieren wir unser Engagement zur Führung unserer Geschäfte mit dem größtmöglichem Respekt für allgemein gültige Prinzipien in Bezug auf Menschenrechte, Arbeitsschutznormen, den verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt und die Bekämpfung von Korruption. Die enorme Herausforderung, vor der wir jetzt stehen, ist die Frage der Geschwindigkeit, mit der wir nachhaltige Veränderungen umsetzen und damit ein Gegengewicht zu unserer Beanspruchung der Umwelt schaffen können.

Wo liegt der Schwerpunkt Ihrer Verantwortung in Ihren weitreichenden Funktionen als Markendirektorin?

Als Markendirektorin ist es meine Aufgabe sicherzustellen, dass wir unseren UGG-Werten treu bleiben und uns gleichzeitig kontinuierlich weiterentwickeln, um die Bedürfnisse unserer globalen Gemeinschaft widerzuspiegeln. Wir sind überzeugt, dass Mode gleichzeitig real, demokratisch und anspruchsvoll sein kann. Wir wollen zudem Produkte schaffen, die innovativ und langlebig sind und einen positiven Effekt haben, damit man sich wohl fühlen kann, wenn man UGGs trägt.

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